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Die Emscherbrücke an der Wartburgstraße ist rund 115 Jahre alt. Ein Neubau ist geplant. Am 1. Oktober soll die Baumaßnahme beginnen. | Bild: Nina Möhlmeier

Wartburgstraße wird zur Großbaustelle: Warten auf Plan A und B

Wie soll ein Verkehrschaos verhindert werden? Viele Fragen, keine konkreten Antworten

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Ab dem 1. Oktober wird die Wartburgstraße zur Großbaustelle. Der Neubau der Emscherbrücke und der damit verbundene Ausbau der Straße zwischen Heerstraße und Freiheitstraße soll voraussichtlich 15 Monate dauern. Die damit einhergehende Teilsperrung der Wartburgstraße fällt somit genau in die Zeit der Internationalen Gartenausstellung (IGA), die sich vom 23. April bis zum 17. Oktober 2027 im Ruhrgebiet – unter anderem im Emscherland in Castrop-Rauxel – präsentiert. Welche konkreten Pläne und Maßnahmen gibt es, um ein Verkehrschaos – auch an der bereits heute schon stark frequentierten B235 – zu verhindern? CASNews fragte seit Mai bei allen beteiligten Stellen nach, sprach mit Vertretern von IGA, Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV), Kreis und Stadt. Konkrete Antworten bleiben jedoch bis heute aus.


Ilias Abawi, Sprecher von Emschergenossenschaft und Lippeverband, betonte im Mai, „dass es mehr Verkehrsmittel als das Auto gibt: Attraktive Fahrrad-Routen im Umfeld sowie Wegeverbindungen für Radfahrer bleiben bestehen, um beispielsweise vom Emscher-Weg ins Emscherland zu kommen. Bereits unabhängig von der IGA weisen wir darauf hin, dass das Emscherland am besten per ÖPNV oder auf dem Rad – und eben nicht mit dem Auto – erreicht wird.“


Jascha Habeck, verantwortlich für die Presse- und Medienkommunikation der IGA 2027, erklärte, dass man auf „mögliche Herausforderungen“ hingewiesen habe, die Abstimmung zur Maßnahme aber bei den beteiligten Kommunen, dem Kreis Recklinghausen sowie der Emschergenossenschaft liege. „Wir gehen davon aus, dass die Verantwortlichen die Auswirkungen auf Verkehr und Erreichbarkeit im Blick haben und entsprechende Lösungen begleiten werden.“


Dass die Maßnahme eine Herausforderung sei, will man beim Kreis Recklinghausen gar nicht in Abrede stellen. „Es ist eine Herausforderung“, so Kreissprecherin Svenja Küchmeister. Umleitungen würden von der Stadt Castrop-Rauxel angeordnet, und man befinde sich in ganz enger Abstimmung. „Die Umleitungsverkehre sollen so geleitet werden, dass es sich nicht auf eine Straße konzentriert, und es wurde eine Verkehrssimulation in Auftrag gegeben. Zur Hauptverkehrszeit könnte es auf allen Straßen zu Engpässen kommen“, sagt Svenja Küchmeister. Es gebe noch einen Plan B. Dieser werde jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht öffentlich kommuniziert – dies gelte auch für Details zu den Umleitungen.


Auf die veranschlagte Bauzeit von 15 Monaten und „Baustellen-Unwägbarkeiten" wie Witterungen angesprochen, sagt Svenja Küchmeister: „Witterungsabhängigkeiten sind bei jeder Tiefbaumaßnahme gegeben. Ist es zu kalt, kann man nicht asphaltieren“, nennt sie ein Beispiel. Sie sei jedoch „guter Dinge, dass sich die Bauzeit im Rahmen bewegen wird.“


Die Kreissprecherin weist noch einmal auf die Notwendigkeit der Maßnahme hin. „Die Brücke ist marode und muss erneuert werden. Eine Sanierung ist nicht möglich, demnach bleibt nur der Abriss und Neubau.“ Da die Wartburgstraße bis Ende September als Umleitungsstrecke für die Parallelmaßnahme am Westring freigehalten werden müsse, habe man nicht, wie ursprünglich geplant, deutlich früher mit der Maßnahme beginnen können. Zeitlich nach hinten könne man die Maßnahme nicht verschieben, da dies dann mit weiteren geplanten Baumaßnahmen auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet kollidiere. Zudem würden Sicherheitsgründe gegen eine Verschiebung sprechen, „und wir möchten verhindern, dass die Brücke plötzlich ad hoc gesperrt werden muss, wie es in Datteln-Ahsen der Fall war.“


Unser Fragenkatalog ging auch an die Stadtverwaltung. Dort nahmen wir Bezug auf die Aussagen des Kreises und wollten zudem wissen, wie der Stand bei der IGA-Allee ist, ob es mittlerweile eine konkrete Kostenumsetzung gibt oder ob es möglicherweise gar keine IGA-Allee geben wird. Die Antwort der Stadt fällt wie folgt aus: „Im Grunde ist zu der Maßnahme bereits alles kommuniziert, was zum jetzigen Zeitpunkt kommuniziert werden kann. Die Umleitungsstrecken für den motorisierten Verkehr und für Radfahrer und Fußgänger zum IGA-Gelände werden rechtzeitig bekanntgegeben. Die Verkehrssimulation hat der Kreis beauftragt. Ich kann also nur bereits bekannte Inhalte wiederholen. Auch zur IGA-Allee gibt es noch keinen neuen öffentlichen Sachstand“, so Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann.


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  • Quelle(n):

Autor

Nina Möhlmeier

Nina Möhlmeier

Freie Mitarbeiterin

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