Freitag, 23. Oktober 2026
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Bild: Generiertes Symbolbild

Parteien unterstützen neue Zentrale Unterbringungseinrichtung in Habinghorst

Breite Ratsmehrheit begrüßt das Landesvorhaben

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Die geplante Schließung der Landes-Notunterkunft an der B 235 in Habinghorst und der Bau einer neuen Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) beschäftigen weiter die Castrop-Rauxeler Kommunalpolitik. Während fünf Ratsfraktionen das Konzept ausdrücklich begrüßen, äußert die FDP deutliche Bedenken zur Standortwahl.


In einer gemeinsamen Erklärung haben sich SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, BGH und Die Fraktion hinter die Entscheidung des Landes gestellt, die Notunterkunft zum Jahresende 2025 zu schließen und durch eine ZUE mit bis zu 450 Plätzen zu ersetzen. Die Fraktionen betonen, dass die bisherigen Bedingungen mit über 1.000 Geflüchteten auf engem Raum kaum tragbar gewesen seien. „Das stellte sowohl für die Aufenthaltsqualität als auch für die Integrationsmöglichkeiten eine erhebliche Herausforderung dar“, heißt es in der Mitteilung. Durch die neue Einrichtung sollen künftig bessere Betreuungsstrukturen und klare organisatorische Abläufe entstehen.


„Eine Zentrale Unterbringungseinrichtung bietet durch eine strukturierte Organisation, geeignete räumliche Aufteilung und gezielte Betreuungsangebote bessere Voraussetzungen für das Zusammenleben“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden in ihrer gemeinsamen Stellungnahme. Zugleich verweisen sie darauf, dass der Neubau vollständig aus Landesmitteln finanziert werde und damit keine Belastung für den städtischen Haushalt darstelle. Auch andere Projekte auf dem Gelände, etwa die neue Feuer- und Rettungswache sowie die geplante Sportanlage, würden durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt. Ein zentrales Anliegen der Parteien ist zudem eine umfassende Bürgerbeteiligung während der weiteren Planungs- und Umsetzungsphase


Die Fraktionen betonen, dass trotz der neuen ZUE weiterhin Menschen in städtischen Unterkünften untergebracht werden müssen. „Gleichwohl kann in einer ZUE nicht die Unterbringung aller uns zugewiesenen Geflüchteten erfolgen“, heißt es weiter in dem Schreiben. Man sehe das neue Konzept des Landes als Beitrag zu einer langfristig besseren Integration und einem geordneten Aufnahmesystem.


Anders bewertet die FDP das Projekt. Fraktionsvorsitzender Nils Bettinger erklärte gegenüber CASNews, man habe weiterhin Bedenken mit Blick auf den Standort an der B235. „Wir sehen an dieser Stelle viel mehr Potenzial für eine gewerbliche oder andere Nutzung“, so Bettinger. Grundsätzlich begrüße die FDP jedoch die feste Vereinbarung mit dem Land, die eine kleinere, dauerhafte Einrichtung anstelle einer großen Notunterkunft vorsieht. „Das ist ein Schritt in Richtung klarer Strukturen statt Zeltstädte“, sagte Bettinger.


Die Stadtverwaltung hatte bereits angekündigt, dass nach Abschluss der Vorplanungen Bürgerbeteiligungsformate und Informationsveranstaltungen in Abstimmung mit der Bezirksregierung Münster folgen sollen. Ziel sei eine transparente Kommunikation über die neue Einrichtung und ihre Integration in die Nachbarschaft. Die Schließung der bisherigen Notunterkunft markiert damit einen politischen Kurswechsel – weg von provisorischen Großunterkünften hin zu kleineren, standardisierten Einrichtungen des Landes.


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  • Quelle(n): Ratsfraktionen & CASNews

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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