Freitag, 23. Oktober 2026
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Bild: Kreis Recklinghausen / Svenja Küchmeister

Mehr Schutz bei Waldbränden: Kreis Recklinghausen investiert in neue Ausrüstung

Spezialmaterial für schwer zugängliche Einsatzorte – über 120.000 Euro für Feuerwehr und Logistikzug bereitgestellt

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Um auf die zunehmende Gefahr durch Wald- und Vegetationsbrände vorbereitet zu sein, hat der Kreis Recklinghausen zusätzliche Spezialausrüstung für den Katastrophenschutz angeschafft. Die neue Ausstattung ergänzt vorhandene Fahrzeuge und Material zur Brandbekämpfung in schwer zugänglichem Gelände.


„Wir haben es in den letzten Wochen wieder erlebt: Es ist so trocken, dass es im Kreis die ersten größeren Wald- und Böschungsbrände gab“, erklärte Landrat Bodo Klimpel. Daher sei es entscheidend, rechtzeitig in Schutz und Ausstattung der Feuerwehren zu investieren. „Ich bin dem Kreistag sehr dankbar, dass er dieser Anschaffung im Wert von über 120.000 Euro zugestimmt hat.“


Die neue Waldbrandausstattung wird zentral bei der Feuerwehr Datteln stationiert, steht aber allen Kommunen im Kreis Recklinghausen zur Verfügung. Die Zusammenstellung der Ausrüstung erfolgte in Zusammenarbeit mit Einsatzkräften aus Dorsten, Marl, Haltern am See, Datteln und Oer-Erkenschwick. Die Ausstattung wird in mobilen Boxen und auf Europaletten bereitgehalten und kann im Bedarfsfall schnell mit LKWs zu Einsatzorten transportiert werden.


Zum Material gehören unter anderem:

  • D-Schläuche mit wassersparenden Strahlrohren
  • Löschrucksäcke und Waldbrandhacken
  • Feuerpatschen, Schaufeln und Äxte für Nachlöscharbeiten
  • Tragegestelle (Kraxen) für den Materialtransport in unwegsamem Gelände
  • Mobile Löschwasserbehälter mit bis zu 10.000 Litern Volumen – auch zur Befüllung von Hubschrauber-Tanks

Die Ausstattung ist für sechs Löschzüge konzipiert und soll vor allem dann unterstützen, wenn normale Löschfahrzeuge schwer oder gar nicht einsetzbar sind – etwa auf Halden, Truppenübungsplätzen oder im dichten Wald. Kreisbrandmeister Robert Gurk betonte die Bedeutung der neuen Ausrüstung: „Gerade in solchen Fällen ist spezielles Material gefragt.“


Auch der Logistikzug des Kreises wurde verstärkt. Dieser unterstützt bei überörtlichen Einsätzen, etwa bei der Versorgung, Betankung, technischen Pannen oder der Unterbringung von Einsatzkräften. Neu angeschafft wurden unter anderem Werkzeuge für die Instandhaltung von Kettensägen und Notstromaggregaten, sowie zusätzliche Zelte und Tankcontainer.


Der Logistikzug ist Teil des Landeskonzepts zur überörtlichen Hilfe und wird derzeit gemeinsam mit der Feuerwehr Recklinghausen, der Feuerwehr Dorsten (Technik) und dem DRK betrieben. Die beteiligten Kräfte sind ehrenamtlich im Einsatz.


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  • Quelle(n): Kreis Recklinghausen

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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