Freitag, 23. Oktober 2026
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Bild: Nils Bettinger

Kreis bittet: Kein Wasser mehr aus Flüssen und Bächen entnehmen

Trotz wechselhaften Sommers: Niedrige Pegelstände gefährden Tiere und Pflanzen

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Auch wenn sich der Sommer derzeit wechselhaft zeigt, bleibt die Lage an den Gewässern im Kreis Recklinghausen angespannt. Die Untere Wasserbehörde ruft Bürgerinnen und Bürger daher dringend dazu auf, freiwillig auf die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Bächen, Seen und Teichen zu verzichten.


„Für die Flüsse, Teiche, Seen und Bäche sind solche Entnahmen schädlich“, warnt Mathias Stöhr, Leiter der Unteren Wasserbehörde. „Die Gewässer können sich erst erholen, wenn es längere Regenphasen gibt.“


In den letzten Wochen hat es im Kreisgebiet nur wenig geregnet. Die Wasserstände sind gesunken, die Lebensräume von Fischen, Kleinstlebewesen und Pflanzen zunehmend gefährdet. Kurze Gewitter oder Schauer bringen keine nachhaltige Entlastung.


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wasserbehörde sind regelmäßig im Kreisgebiet unterwegs, um kritische Gewässerstellen zu überprüfen. Im engen Austausch mit anderen Kommunen im Regierungsbezirk Münster werden aktuelle Entwicklungen beobachtet und mögliche Maßnahmen beraten.


„Eine mögliche Maßnahme wäre eine Allgemeinverfügung, die die Wasserentnahme einschränkt“, erklärt Stöhr. „Wir hoffen aber, dass das nicht nötig sein wird – wenn die Bevölkerung freiwillig mitzieht.“


Mit Rücksicht auf die Natur und die ohnehin unter Stress stehenden Ökosysteme appelliert die Kreisverwaltung an alle Gartenbesitzer, Tierhalter und Landwirte, auf Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern vorerst zu verzichten.


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  • Quelle(n): Kreis Recklinghausen

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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