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Geschäftsstelle von Bündnis90/Die Grünen | Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Grüne fordern Wirtschaftspolitik ohne neue Flächenversiegelung

Nach abgelehntem Antrag zur Ansiedlung von Green-Tech-Unternehmen setzen die Grünen auf Leerstände und Bestandsflächen statt neuer Gewerbegebiete

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Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Castrop-Rauxel will das Thema Ansiedlung zukunftsfähiger Unternehmen weiterverfolgen, obwohl ein entsprechender Antrag im Mai 2026 vom Stadtrat abgelehnt wurde. Der Antrag sah die Initiierung einer städtischen Konferenz zur Ansiedlung von Green-Tech-Unternehmen vor. Die Ablehnung wurde vor allem mit fehlenden Flächen für eine solche Ansiedlung begründet.


Uta Fendt, Ratsmitglied der Grünen und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaftsentwicklung und Digitalisierung, hält diese Begründung für zu kurz gegriffen. „Erfolgreiche Wirtschaftspolitik bemisst sich nicht alleine daran, wie viele Hektar neuer Fläche versiegelt werden, sondern vor allem daran, wie wir mit dem vorhandenen Potenzial unserer Stadt umgehen“, so Fendt.


Um das Ziel, Castrop-Rauxel für innovative Unternehmen attraktiv zu machen, weiterzuverfolgen, suchte Fendt den Austausch mit der städtischen Wirtschaftsförderung. Dabei habe sich gezeigt, dass Wille, Ansiedlungskompass, wirtschaftspolitisches Leitbild und Engagement vorhanden seien. Mangelnde personelle Ressourcen erschwerten jedoch die Arbeit im Vergleich zu größeren Nachbarstädten.


Die Grünen sehen Potenzial vor allem in der Reaktivierung von Leerständen und der gezielten Ansprache von Unternehmen und Gründungen, die mit wenig Fläche auskommen. Insbesondere innovative, technologieorientierte Unternehmen benötigten nicht zwangsläufig große neue Gewerbegebiete.


Zur Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen tauschte sich Fendt in der vergangenen Woche mit einem Projektleiter eines Beratungsunternehmens für kommunale Standortentwicklung in NRW aus. Dabei seien Lösungsansätze diskutiert worden, die andere Städte bereits erfolgreich umsetzen. Als Beispiel wird die Stadt Wuppertal genannt, wo leerstehende Einzelhandelsflächen für kleine Unternehmen oder Gründer mit geringem Platzbedarf genutzt werden. Dadurch würden Einzelhandelsflächen belebt und die Stadt aufgewertet.


In den kommenden Monaten wollen Fendt und die Grüne Ratsfraktion den Austausch mit der Wirtschaftsförderung fortsetzen und entsprechende Ansätze in die lokale Diskussion einbringen. „Leerstände aktivieren, bestehende Standorte weiterentwickeln, Gründungen unterstützen und gezielt Unternehmen ansprechen, die zu unserer Stadt und ihren Zukunftszielen passen: darin liegen große Chancen für Castrop-Rauxel. Nichts ist schlimmer als Stillstand. Andere Kommunen zeigen, dass es auch mit geringem Flächenverbrauch kreative Wege gibt, die lokale Wirtschaft anzukurbeln. Diese Impulse will ich nach Castrop-Rauxel holen“, so Fendt.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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