Freitag, 23. Oktober 2026
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Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Erneuter Fehlalarm auf der Luisenstraße: Feuerwehr stellt Anzeige

Mehrere böswillige Alarmierungen binnen Tagen – Einsatzkräfte sehen zunehmende Problematik

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Die Luisenstraße in Castrop-Rauxel beschäftigt die Feuerwehr seit Tagen – und das ohne jeden realen Grund. Nach mehreren Fehleinsätzen in kurzer Folge hat die Feuerwehr nun Anzeige gegen Unbekannt erstattet.


Am Dienstag (14. April 2026) rückten die Einsatzkräfte gleich zweimal zur Luisenstraße aus. Gegen 11:30 Uhr unter dem Stichwort „F1/R10 – PKW-Brand" – und erneut gegen 14:44 Uhr wegen eines ausgelösten Heimrauchmelders. In beiden Fällen: keine Erkenntnisse, keine Gefahrenlage.


Schon am Vortag hatte dieselbe Adresse die Feuerwehr auf Trab gebracht. Unter dem Stichwort „F3/R11 – Wohnungsbrand" war am Abend ein umfangreicher Einsatz angelaufen – der sich ebenfalls als vollständig gegenstandslos herausstellte. Kein Feuer, keine Gefährdung.


Feuerwehrleiter Björn Gehre hatte die Situation nach dem vorangegangenen Einsatz gestern Abend nüchtern zusammengefasst: „Wir sind jetzt das zweite Mal innerhalb von zwei Tagen hier zur Luisenstraße alarmiert worden. Vorgestern sollte es sich um Menschenleben in Gefahr handeln. Und ein großes Feuer. Es hat sich nicht bestätigt. Heute wieder eine Meldung. Angeblich Essen und brennende Küche. Auch hier wieder keine Bestätigung."


Dass dabei vor allem ehrenamtliche Kräfte betroffen sind, macht die Sache nicht besser. Gehre brachte es auf den Punkt: „Ist natürlich sehr schade, wenn die Kollegen aus dem Ehrenamt dann quasi von zu Hause losfahren, um dann hier zu helfen und dann am Ende rauskommt, dass nichts war. Aber das gehört auch dazu und machen wir natürlich für die Bürger auch gerne."


Das Muster der Meldungen ist dabei bemerkenswert: Innerhalb weniger Tage wurden völlig unterschiedliche Notfallszenarien gemeldet – angebliche Lebensgefahr, Wohnungsbrand, Fahrzeugbrand, ausgelöster Rauchmelder. In keinem Fall bestätigte sich auch nur irgendetwas davon.


Was sich harmlos anhören mag, hat konkrete Konsequenzen. Entsprechende Einsatzstichwörter lösen automatisch die Alarmierung zahlreicher Kräfte gleichzeitig aus. Diese stehen dann für echte Notfälle im restlichen Stadtgebiet nicht mehr zur Verfügung – ein Umstand, der im Ernstfall Leben kosten kann.


Die Feuerwehr hat deshalb rechtliche Schritte eingeleitet, um die Hintergründe zu klären und weiteren Vorfällen vorzubeugen.


Der Fall macht deutlich: Böswillige oder missbräuchliche Notrufe sind kein Kavaliersdelikt. Sie binden Ressourcen, belasten Ehrenamtliche – und gefährden im schlimmsten Fall die Sicherheit all jener, die auf die Feuerwehr angewiesen sind.


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  • Quelle(n): Feuerwehr Castrop-Rauxel

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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