16. März 2026
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Zwölf Tage verschollen im australischen Outback: Castrop-Rauxelerin überlebt wie durch ein Wunder

Carolina Wilga wird nach Großfahndung in Westaustralien lebend aufgefunden

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Castrop-Rauxel/Fremantle/Beacon. Zwölf Tage lang fehlte von der Castrop-Rauxelerin Carolina Wilga jede Spur. Die 28-jährige Backpackerin war allein in Australien unterwegs, als sie am 28. Juni im Küstenort Fremantle aufbrach – und danach scheinbar spurlos verschwand. Jetzt ist klar: Wilga überlebte in der Wildnis und wurde schließlich durch pures Glück gerettet. Die Polizei und viele Helfer sprechen von einem "Wunder".


Zuletzt wurde Carolina Wilga am 29. Juni im kleinen Ort Beacon gesehen – gut 400 Kilometer nordöstlich von Perth, mitten im sogenannten Weizengürtel Westaustraliens. Danach verlor sich ihre Spur. Erst am 10. Juli fanden Suchkräfte ihr Auto rund 36 Kilometer entfernt, verlassen im Buschland. Hinweise auf ihren Verbleib gab es zunächst keine.


Die Polizei startete eine groß angelegte Suchaktion mit Hubschraubern, Flugzeugen, Einsatzkräften und zahlreichen Freiwilligen. Doch das riesige, kaum besiedelte Gebiet stellte die Retter vor große Herausforderungen. "Es ist eine gewaltige Landschaft. Wer sich dort verirrt, lebt gefährlich", so eine Polizeisprecherin.


Am Freitagmorgen dann die erlösende Nachricht: Carolina Wilga wurde am 11. Juli lebend gefunden – barfuß, hungrig und dehydriert, aber ansprechbar. Die Farmbewohnerin Tania entdeckte die junge Frau am Rand der abgelegenen Mouroubra Road. "Ich wusste sofort, dass sie es ist", sagte die Retterin im australischen Fernsehen. "Sie war dünn, erschöpft, ihre Füße waren eingewickelt. Aber sie lebte."


Wilga hatte sich rund 24 Kilometer zu Fuß von ihrem Auto entfernt – in einem Gebiet, in dem mitunter tagelang kein Fahrzeug vorbeikommt. Wie sie so lange überlebte, ist bisher unklar. Die Polizei beschreibt ihren Zustand als stabil, aber geschwächt. Sie wurde noch am selben Abend per Flugzeug nach Perth gebracht, wo sie medizinisch versorgt wurde.


Die Polizei betont: "Wir haben nie die Hoffnung aufgegeben. Das ist das bestmögliche Ergebnis." In einem Statement rät sie Reisenden in Australien dringend dazu, sich mit Notrufbaken auszurüsten, Routen mit Angehörigen zu teilen und im Notfall beim Fahrzeug zu bleiben.


Für viele Beteiligte ist Carolina Wilgas Rettung ein kleines Wunder. Trotz der extremen Erfahrungen in der australischen Wildnis scheint Carolina Wilga ihre Reiselust nicht verloren zu haben. Laut Berichten australischer Medien plant die Deutsche, nach einer Phase der Erholung, auch die Ostküste des Kontinents zu erkunden.


  • Quelle(n): CASNews / spiegel.de / Western Australia Police Force

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.