06. April 2026
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KiJuPa prüft Innenstadt auf Barrierefreiheit

Rollstuhlaktion zeigt Hindernisse in der Castroper Altstadt auf

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Wie barrierefrei ist die Castroper Innenstadt? Dieser Frage sind Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) in einer besonderen Aktion nachgegangen. Gemeinsam mit weiteren Beteiligten erkundeten sie die Altstadt aus der Perspektive von Menschen mit eingeschränkter Mobilität.


Organisiert wurde die sogenannte Rollstuhlaktion vom Team „Verkehrs- und Stadtteilentwicklung“ des KiJuPa. Unterstützt wurden sie von den „Reporterkids“, Teilnehmern des Jugendforums sowie Ratsmitglied Selim Korkutan.


Im Fokus standen vor allem Straßenübergänge wie Ampeln und Zebrastreifen. Dabei stellten die Teilnehmer fest, dass viele Ampelphasen zu kurz sind. „Uns ist aufgefallen, dass die Grünphasen häufig nicht ausreichen, um die Straße sicher zu überqueren“, berichtet eine Teilnehmerin. Besonders für Menschen im Rollstuhl oder ältere Personen sei deutlich mehr Zeit erforderlich.


Auch an Zebrastreifen wurden Probleme deutlich. Hohe Bordsteinkanten erschweren das Überqueren der Straße erheblich. Teilweise sei dies nur mit großem Kraftaufwand oder sogar nur mit Unterstützung möglich.


Neben den Übergängen nahmen die Kinder und Jugendlichen auch die Wege in der Innenstadt genauer unter die Lupe. Dabei wurden an mehreren Stellen lose Pflastersteine und Unebenheiten festgestellt, die für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder auch Kinderwagen zu Hindernissen werden können.


Besonders auffällig waren laut KiJuPa Bereiche gegenüber dem Schreibwarengeschäft Lach, in der Mühlengasse sowie auf dem Kopfsteinpflaster vor der Bäckerei Grobe. Dort erschweren Unebenheiten das Vorankommen erheblich.


Mit der Aktion wollte das Kinder- und Jugendparlament nicht nur Missstände aufzeigen, sondern auch ein Bewusstsein für Barrierefreiheit schaffen. Die gesammelten Eindrücke sollen nun ausgewertet und an die Stadt weitergegeben werden, um konkrete Verbesserungen anzustoßen.


Ziel ist es, die Innenstadt langfristig so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zugänglich ist – unabhängig von Alter oder Mobilität.


  • Quelle(n): Stadt Castrop-Rauxel

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.