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Illegale Müllentsorgung ist auch in Castrop-Rauxel ein Problem. Unter anderem wird an Containerstandplätzen illegal Müll abgeladen. | Bild: EUV Stadtbetrieb

Viele wilde Müllkippen, keine Videoüberwachung

EUV: Illegale Müllentsorgung ist eine große Herausforderung

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Die Entsorgungsbetriebe Essen schlugen jüngst Alarm. Laut eines Berichts des WDR seien täglich 30 Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe in Sachen illegale Abfallentsorgung im Einsatz, und es gebe bis zu 50 bekannten „Hotspots“ für wilde Müllkippen. Der Ruf nach Videoüberwachung werde immer lauter, doch eine Installation von Kameras ist aufgrund des Datenschutzes im öffentlichen Raum schwierig. In Gelsenkirchen sei man bereits einen Schritt weiter und habe Videokameras rund um mehrere Containerstandorte installiert. In Sachen Datenschutz argumentiere die Stadt damit, dass eine Gefahrenlage für Leib und Leben bestehe. Die Kameraaufnahmen würden gepixelt, es seien weder Gesichter noch Autokennzeichen zu erkennen. Nur im Falle einer Straftat könnte man Bilder "entpixeln".


Ist die illegale Müllentsorgung in Castrop-Rauxel ebenfalls ein Problem, das zunehmend gravierender wird? Und wie steht die Stadt zum Thema „Videoüberwachung“? CASNews fragte beim EUV Stadtbetrieb nach.


„llegale Müllentsorgung ist auch in Castrop-Rauxel eine große Herausforderung“, bestätigt EUV-Sprecherin Sabine Latterner. Die Anzahl der wilden Müllkippen bewege sich seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau. „Im Jahr 2025 mussten pro Tag im Durchschnitt zwei illegale Müllablagerungen im öffentlichen Raum beseitigt werden.“ Insgesamt habe der EUV Stadtbetrieb im Jahr 2025 etwa 700 Meldungen von Bürgern erhalten, Containerstandplätze exklusive.


Zehn bis 15 bekannte Schwerpunktbereiche


Im Stadtgebiet gebe es etwa zehn bis 15 bekannte Schwerpunktbereiche, an denen regelmäßig illegal Müll abgeladen werde. Wo sich diese neuralgische Stellen befinden, bleibt offen. In einer Sitzungsvorlage des EUV-Verwaltungsrates, die allerdings aus dem Jahr 2023 datiert, wurden seinerzeit folgende Schwerpunktbereiche aufgeführt:


- Henrichenburg/Becklem: Beckumer Straße/Horneburger Straße


- Ickern: Rittershofer Straße (Stadtgrenze Dortmund-Mengede)


- Habinghorst: Kanalstraße/Wartburgstraße (Westerholtscher Busch)


- Deininghausen: Dorlohstraße


- Rauxel: Victorstraße (Parkplatz Waldfriedhof)


- Bladenhorst: Holthauser Straße (Stadtgrenze Herne-Holthausen)


- Behringhausen: Westring (Parkplatz Auffahrt A42)


- Schwerin: Mengeder Straße (Zuwegung Golfplatz)


- Neuer Hellweg / Seitenstreifen bzw. Kopfenden


Auch an Containerstandplätzen komme es immer wieder zu „Beistellungen“. Hausmüll, Sperrmüll, Sondermüll, Altkleider – all das sei dort zu finden. „Um den widerrechtlich entsorgten Müll abzuräumen, sind täglich zwei Mitarbeiter im Einsatz. Darüber hinaus entfernen auch die Kolleginnen und Kollegen, die das reguläre Tagesgeschäft übernehmen, kleinere illegale Müllkippen auf ihren Touren“, so Sabine Latterner.


Videoüberwachnung kommt nicht in Frage


Eine Videoüberwachung komme jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht in Frage. „Zudem ist an den Containerstandplätzen davon auszugehen: Stellen die Verursacher fest, dass eine Überwachung stattfindet, kippen sie den Müll womöglich an anderen Stellen ab, was noch mehr Aufwand bedeuten würde.“ Man weise deshalb immer wieder auf die zahlreichen legalen Entsorgungsmöglichkeiten, die mitunter auch kostenfrei seien, hin. „Zudem kontrollieren wir regelmäßig unsere Depotcontainerstandorte sowie bekannte neuralgische Stellen.“


Wer Problemabfälle entsorgen möchte, kann dies unter anderem samstags in der Zeit von 8 bis 13 Uhr über den Umweltbrummi am EUV Bringhof Ickern, Deininghauser Weg 103, tun. Am EUV Bringhof würden zudem „nahezu alle gängigen Abfallarten“ angenommen.


Ob es sich bei der illegalen Müllentsorgung um eine Ordnungswidrigkeit, die ein Bußgeld nach sich zieht, oder um eine Straftat handelt, hängt vor allem von der Art des Mülls, der Menge und dem Ausmaß der Umweltverschmutzung ab.


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  • Quelle(n):

Autor

Nina Möhlmeier

Nina Möhlmeier

Freie Mitarbeiterin

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