Samstag, 24. Oktober 2026
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Straßenbahnverlängerung: Stadt soll Kosten für Machbarkeitsstudie ermitteln

Kosten für Studie zur Verbindung von Bochum-Gerthe bis in die Altstadt soll geprüft werden

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Castrop-Rauxel. In der Ratssitzung am morgigen Donnerstag (2. Oktober) soll ein gemeinsamer Antrag von SPD und Grünen beraten werden, der die Weichen für eine mögliche Verlängerung der Straßenbahn aus Bochum-Gerthe bis in die Castroper Altstadt stellen könnte. Dabei gehe es den Fraktionen nach eigener Darstellung zunächst nicht um konkrete Baupläne, sondern um die Kostenermittlung für eine Machbarkeitsstudie.


Die Antragsteller führen aus, die Verwaltung solle verschiedene Trassenvarianten prüfen lassen und klären, wie teuer ein entsprechendes Gutachten wäre. Außerdem solle die Stadt Gespräche mit Bochum und dem Kreis Recklinghausen aufnehmen und Fördermöglichkeiten sondieren. Nach Einschätzung der Grünen könne eine Machbarkeitsstudie bei Bestätigung einer wirtschaftlichen Trassenführung zu bis zu 90 Prozent durch Bund und Land gefördert werden.


Auch Flächen im Flächennutzungsplan, die in der Vergangenheit für das Stadtbahnnetz Rhein-Ruhr freigehalten worden seien, sollten nach dem Antrag wieder aufgenommen werden, soweit sie noch verfügbar seien. Ziel sei es, eine spätere Bebauung dieser Flächen zu verhindern und die Option für den Schienenverkehr langfristig zu sichern.


Fraktionsvorsitzender Timo Eismann erklärte in der Mitteilung, mit einer Straßenbahn könne Castrop-Rauxel ein zusätzliches, attraktives Mobilitätsangebot schaffen. Sie sei komfortabel, leistungsfähig und klimafreundlich und könne barrierefreie Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten bieten. Außerdem könnten deutlich mehr Fahrgäste transportiert werden als mit Bussen. Mit einer direkten Verbindung vom Münsterplatz bis in die Bochumer Innenstadt entstehe nach Ansicht der Antragsteller ein staufreies und umstiegsfreies Angebot.


Auch eine bessere regionale Anbindung sei aus Sicht der Befürworter ein Vorteil: So würde die Verbindung an den Bochumer Hauptbahnhof nicht nur Zugang zur U35 in Richtung Universität schaffen, sondern auch Anschlüsse an den Fernverkehr und die RRX-Linien ermöglichen. Damit, so die Begründung, könne Castrop-Rauxel enger in die Metropolregion eingebunden werden.


Die Antragsteller argumentieren, moderne Straßenbahnsysteme ließen sich zudem stadtverträglich integrieren – zum Beispiel auf Rasengleisen – und böten auch für mobilitätseingeschränkte Personen deutliche Vorteile. Eine Verlängerung der Straßenbahn sei daher ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende.


Ob eine solche Verbindung tatsächlich realistisch und finanzierbar ist, werde sich allerdings erst durch die beantragte Machbarkeitsstudie zeigen. Über den Antrag entscheidet der Stadtrat am Donnerstag.


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  • Quelle(n): Bündnis 90/Die Grünen Castrop-Rauxel

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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