Spatenstich für Brückenneubau an Wartburgstraße
Emschergenossenschaft und Kreis Recklinghausen erneuern Fahrbahn und Brücke – Vollsperrung ab Oktober
- 03.09.2026 um 15:23
- Castrop-Rauxel
Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, Prof. Dr. Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik, und Landrat Bodo Klimpel gemeinsam mit Planern und Baufirmen den Startschuss für ein umfangreiches Bauprojekt an der Wartburgstraße gegeben. In den kommenden Monaten wird die Straße im Bereich der Emscher saniert und ausgebaut, die Emscherbrücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
„Mit dem Neubau der Brücke über die Emscher und der Erneuerung der Fahrbahn investieren wir gemeinsam in den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur hier vor Ort. Darüber hinaus leisten wir einen Beitrag zur Förderung der Nahmobilität, indem wir eine kreuzungsfreie Querung der Wartburgstraße für Radfahrende und Spazierende durch eine Steganlage unterhalb der Brücke schaffen und dadurch die Anbindung an den Platz der Schichten und den Sprung über die Emscher ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel.
Landrat Bodo Klimpel ergänzt: „Es ist gut, dass dieser Bereich jetzt komplett überarbeitet wird. Nach den Arbeiten wird es mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer geben. Vor allem Fußgänger und Radfahrer werden von dem Ausbau profitieren, weil sie gute Anbindungen und sichere Querungsmöglichkeiten bekommen.“
Prof. Dr. Frank Obenaus betont die Zusammenarbeit: „Im Rahmen dieses gemeinschaftlichen Projektes zwischen dem Kreis Recklinghausen und der Emschergenossenschaft nutzen wir Synergien, die letztlich einen reibungsloseren und kürzeren Bauablauf auf sehr beengtem Raum ermöglichen.“
Die Wartburgstraße wird zwischen Heerstraße und Freiheitstraße ausgebaut und beidseitig um einen Geh- und Radweg verbreitert. Die Emscher-Brücke wird erneuert und um eine Steganlage für den Rad- und Fußverkehr unter der Brücke ergänzt. Zudem wird die bisherige Baustellenampel, die zur Beseitigung einer Unfallhäufungsstelle errichtet worden war, durch eine dauerhafte Anlage ersetzt.
Ab Oktober ist für die Bauarbeiten eine Vollsperrung zwischen Freiheitstraße und Heerstraße erforderlich. Die Sperrung soll voraussichtlich bis Ende November 2027 andauern, die Gesamtmaßnahme soll bis zum Jahresende 2027 abgeschlossen sein.
Die neue Brücke über die Emscher wird von aktuell 10,7 auf künftig 14,7 Meter verbreitert. Die bisherige Brücke wurde 1911 errichtet, im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1950/1951 wieder aufgebaut. Prüfungen haben ergeben, dass sie nicht mehr sanierungsfähig ist, weshalb ein Neubau notwendig wurde.
Wegen der räumlichen Nähe der beiden Maßnahmen haben der Kreis Recklinghausen und die Emschergenossenschaft die Planung für Brücke, Straße und Radwege gemeinsam durchgeführt und eine Ausschreibungsgemeinschaft für den Bau gebildet. Eine Abstimmung mit weiteren Baulastträgern war notwendig, damit geplante Umleitungsstrecken zur Verfügung stehen. Wegen anderer bestehender und geplanter Maßnahmen in den kommenden Jahren gab es keine zeitlichen Alternativen für das Projekt.
Für die Bauarbeiten sind unter anderem rund 25.000 Kubikmeter Erdbewegungen, 10.000 Tonnen Schottereinbau, 3.500 Tonnen Asphalteinbau, sechs Kilometer Kabelschutzrohre, zwei Kilometer Bord- und Rinnenanlagen, 500 Meter Kanalbau mit Bauwerken, 220 Meter Winkelstützwand, 500 Tonnen Stahl sowie 2.000 Kubikmeter Beton für die Brückenbauwerke vorgesehen.
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Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
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