Sonntag, 25. Oktober 2026
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Im Gedenken an die Pogromnacht von 1938

Stadtführung am 9. November und Mahnveranstaltung mit Filmvorführung am 10. November in Castrop-Rauxel

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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen – die Nationalsozialisten verbreiteten Angst, Terror und Gewalt. Im Gedenken an die Pogromnacht von 1938 erinnert die Stadt Castrop-Rauxel auch in diesem Jahr mit einer Stadtführung und einer Mahn- und Gedenkveranstaltung an die Opfer dieser Zeit.


Stadtführung zur jüdischen Geschichte am 9. November

Die Volkshochschule Castrop-Rauxel (VHS) bietet am Sonntag, 9. November, von 14.00 bis 15.30 Uhr eine Stadtführung mit Stadtarchivar Thomas Jasper an. Der Rundgang führt zu Orten ehemaligen jüdischen Lebens in Castrop und beginnt am Bürgerhaus, Leonhardstraße 4. Der Abschluss findet auf dem jüdischen Friedhof an der Oberen Münsterstraße statt – dem ältesten erhaltenen Friedhof seiner Art im Kreis Recklinghausen.


Jüdische Handwerker und Kaufleute prägten über fast 250 Jahre das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Stadt entscheidend mit. Viele architektonische Zeugnisse, insbesondere am Castroper Marktplatz, zeugen bis heute von ihrem Wirken. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.


Mahn- und Gedenkveranstaltung am 10. November

Am Montag, 10. November, lädt der Stadtjugendring Castrop-Rauxel e.V. gemeinsam mit seinen Jugendverbänden, dem Team Jugendarbeit der Stadt Castrop-Rauxel und dem Kinder- und Jugendparlament zur jährlichen Mahn- und Gedenkveranstaltung ein. Treffpunkt ist um 17.00 Uhr am jüdischen Friedhof an der Oberen Münsterstraße.


Von dort aus startet ein Schweigemarsch gegen Hass, Hetze und Gewalt, gefolgt von einer Kundgebung am Simon-Cohen-Platz – dem Ort der ehemaligen Synagoge Castrops. Das diesjährige Motto lautet: „Sehen. Wahrnehmen. Handeln.“


Filmvorführung im Anschluss

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung zeigt die Stabsstelle Bildung, Vielfalt und Teilhabe der Stadtverwaltung gegen 18.30 Uhr in einem leerstehenden Ladenlokal in der Castroper Altstadt, Im Ort 2, einen oscarprämierten Film, der die Schrecken des Holocaust auf erschütternde Weise sichtbar macht. Der Film beleuchtet das Leben eines Kommandanten des Konzentrationslagers Auschwitz, der mit seiner Familie in direkter Nachbarschaft zum Lager lebt – scheinbare Normalität im Schatten des Grauens.


Der Eintritt zur Filmvorführung ist frei.


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  • Quelle(n): Stadt Castrop-Rauxel

Autor

Jannis Harwig

Jannis Harwig

Redakteur

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