Frischer Wind beim TuS Ickern
Marcel Raczkowski als Geschäftsführer wiedergewählt – neue Angebote geplant, Abteilungsleiter bestätigt und neue Satzung beschlossen
- 15.09.2026 um 17:27
- Castrop-Rauxel
Neue Sportangebote, mehr Austausch zwischen den Abteilungen und ein Vorstand, der wieder stärker nach außen gehen will: Beim TuS Ickern hat sich in den vergangenen Monaten einiges bewegt. Einer, der diesen Kurs mitgestaltet, ist Marcel Raczkowski. Seit August 2025 ist er Geschäftsführer des Gesamtvereins. Zuvor war er unter anderem als Abteilungsleiter Handball aktiv.
Inzwischen hat auch die Jahreshauptversammlung des TuS Ickern stattgefunden. Raczkowski wurde dabei als Geschäftsführer wiedergewählt. Auch die Abteilungsleiter wurden in ihren Ämtern bestätigt. Darüber hinaus beschlossen die Mitglieder eine neue Satzung sowie eine neue Finanzordnung. Damit sind wichtige organisatorische Grundlagen für die weitere Arbeit des Gesamtvereins geschaffen.
Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Markus Göke arbeitet Raczkowski daran, den Mehrspartenverein weiterzuentwickeln und die verschiedenen Bereiche stärker miteinander zu verbinden. Dazu gehört für beide auch, sich regelmäßig persönlich ein Bild davon zu machen, was in den einzelnen Abteilungen passiert.
Ob Tennis, Handball, Badminton, Turnen oder Leichtathletik – bei einem Verein dieser Größe sei es wichtig, nicht nur die eigene Abteilung im Blick zu haben, sondern den Gesamtverein. Raczkowski möchte wissen, welche Themen die einzelnen Bereiche beschäftigen, wo Unterstützung benötigt wird und welche Veranstaltungen oder Projekte anstehen.
Neue Angebote als Ergänzung
Dass der Vorstand den Verein breiter aufstellen möchte, zeigen auch die aktuellen Planungen. Eine Padel-Anlage mit bis zu sieben Plätzen ist vorgesehen, sofern die noch ausstehenden Genehmigungen erteilt werden. Parallel führt der Verein Gespräche über den Aufbau einer eigenen Dartabteilung. Für beide Vorhaben werden derzeit noch räumliche und planungsrechtliche Fragen geklärt.
Für den Vorstand sind solche Projekte eine Ergänzung zu den bestehenden Angeboten. Ziel sei es, neue Zielgruppen anzusprechen und gleichzeitig die traditionellen Abteilungen zu stärken. Gerade darin liege ein Vorteil des Gesamtvereins: Die einzelnen Bereiche können voneinander profitieren und sich gegenseitig unterstützen.
Wie viele große Sportvereine bewegt auch der TuS Ickern inzwischen ein erhebliches jährliches Finanzvolumen. Investitionen, laufende Kosten und die Aufarbeitung von Aufgaben aus den vergangenen Jahren erforderten eine solide Planung. Mit der neuen Finanzordnung hat der Verein nun auch auf seiner Jahreshauptversammlung die entsprechenden organisatorischen Grundlagen weiterentwickelt.
Ehrenamt bleibt zentrale Aufgabe
Eine der wichtigsten Herausforderungen bleibt nach Einschätzung des Vereins das Ehrenamt. Der TuS ist auf Menschen angewiesen, die bereit sind, sich einzubringen – sei es bei einzelnen Veranstaltungen oder dauerhaft in fester Verantwortung. Unterstützung ist nach Angaben des Vereins in unterschiedlichen Bereichen jederzeit willkommen.
Auch Raczkowski selbst kennt die Anforderungen ehrenamtlicher Vereinsarbeit. Neben seiner Tätigkeit für den TuS arbeitet er hauptberuflich. In den vergangenen Monaten sei zudem einiges aufgearbeitet worden, das zuvor liegen geblieben war. Mit seiner Wiederwahl kann er den eingeschlagenen Kurs nun als Geschäftsführer fortsetzen.
Zu diesem Kurs gehört auch, Kontakte zu Sponsoren, anderen Vereinen und Verbänden wieder intensiver zu pflegen. Der TuS möchte als großer Sportverein in Ickern stärker sichtbar und ansprechbar sein und bestehende Verbindungen wieder regelmäßiger nutzen.
Für Raczkowski gehört dieser Austausch unmittelbar zur Vereinsarbeit. Ein Verein dieser Größe müsse nicht nur nach innen funktionieren, sondern auch nach außen präsent sein, Beziehungen pflegen und als Ansprechpartner für andere Vereine, Partner und Unterstützer zur Verfügung stehen.
Von Dortmund zurück nach Ickern
Dass sich Raczkowski heute so stark für den TuS engagiert, hat auch persönliche Gründe. Der gebürtige Castroper lebte mit seiner aus Dortmund stammenden Frau viele Jahre in Dortmund. Mit der Geburt ihres Sohnes und der Suche nach einem Haus rückte Castrop-Rauxel wieder stärker in den Mittelpunkt.
Die Familie wurde schließlich in Ickern fündig. Heute fühlt sie sich dort ausgesprochen wohl. Raczkowski schätzt besonders das persönliche Miteinander im Stadtteil: Man kenne sich, begegne sich auf der Straße und grüße einander. Für ihn ist genau dieses Miteinander auch ein Stück dessen, was einen Verein wie den TuS Ickern ausmacht.
Mit der Wiederwahl des Geschäftsführers, der Bestätigung der Abteilungsleiter sowie der neuen Satzung und Finanzordnung hat der Verein nun auch organisatorisch wichtige Weichen gestellt. Mit neuen Angeboten, einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und mehr Präsenz nach außen will der TuS Ickern seinen eingeschlagenen Weg fortsetzen. Dabei geht es nicht darum, alles Bestehende neu zu erfinden. Vielmehr sollen funktionierende Strukturen gestärkt und dort neue Wege ausprobiert werden, wo sich Chancen für den Verein eröffnen.
Newsletter abonnieren - lokal & zuverlässig
Unser kostenloser Newsletter hält Sie täglich über die wichtigsten Nachrichten aus Castrop-Rauxel auf dem Laufenden - direkt ins E-Mail-Postfach.
Jetzt Newsletter abonnieren
- Quelle(n):
Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.
Aktuelle Artikel
Wetter
- Castrop-Rauxel
80%
0.89 km/h