Freitag, 23. Oktober 2026
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Bild: Collage: CASNews

Fernwärme-Kündigung: Uniper lässt Kunden in Castrop-Rauxel im Ungewissen

Stadt und EUV verweisen auf laufende Gespräche – konkrete Anschlussangebote fehlen

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Die Uniper Wärme GmbH hat Kundinnen und Kunden in Castrop-Rauxel die Fernwärme-Verträge zum 30. Juni 2026 gekündigt. Betroffen sind unter anderem Haushalte an der Lange Straße. In einem Schreiben vom 24. September 2025 begründet das Unternehmen die Entscheidung mit einer notwendigen Transformation und Dekarbonisierung der Wärmebeschaffung. Für die Betroffenen bleibt damit zunächst offen, wie es nach Ablauf der Kündigungsfrist weitergeht.


Uniper kündigt – Hintergründe
In dem Kündigungsschreiben heißt es, man wolle die Fernwärmeversorgung grundsätzlich fortsetzen, müsse die Wärmebeschaffung neu aufstellen und habe hierfür erste Schritte eingeleitet. Der bestehende Fernwärmeversorgungsvertrag werde „fristgerecht zum 30.09.2025 mit Wirkung zum 30.06.2026“ gekündigt. Uniper betont, man arbeite „zielgerichtet daran“, auch künftig eine attraktive Versorgung anbieten zu können, und stehe hierzu in Gesprächen mit der Stadt.


Städtische Reaktion
Auf eine Presseanfrage von CASNews reagierten Stadtverwaltung und Stadtwerke zunächst nicht. In der Ratssitzung informierte jedoch EUV-Chef Michael Werner unter den „Mitteilungen der Verwaltung“, dass Kündigungen versandt wurden und an einer Lösung gearbeitet werde. Nach der Sitzung erklärte Werner, zwei Tage nach dem Uniper-Schreiben sei ein eigener Brief der Stadt nachgeschickt worden. Das Schreiben der Stadt Castrop-Rauxel liegt CASNews vor.


Inhalte des Stadtschreibens
Darin wird auf die langjährige, zuverlässige Fernwärmebelieferung durch Uniper verwiesen. Der Rat befasse sich seit 2023 mit den damit verbundenen Herausforderungen und Chancen; man arbeite „unter Hochdruck an tragfähigen Lösungen“ für eine zukunftssichere Fernwärmeversorgung. Es bedürfe weiterer Weichenstellungen, Abstimmungen und vertraglicher Regelungen. Die Stadt begleite die Gespräche zwischen den Akteuren mit dem Ziel einer „zukunftsgerichteten Lösung“ im Sinne der Abnehmer.


Was bedeutet das für Kundinnen und Kunden?
Betroffene Haushalte haben damit zwar eine Kündigung erhalten, jedoch noch kein konkretes Anschlussangebot. Am Ende des städtischen Schreibens heißt es wörtlich: "Die Stadt Castrop-Rauxel ist bemüht zu verhindern, dass tatsächlich die Wärmelieferung eingestellt wird.". Ob das Sicherheit ausstrahlt, muss wohl bis auf Weiteres jeder Kunde für sich selbst entscheiden.


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  • Quelle(n): CASNews

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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