Samstag, 24. Oktober 2026
Newsletter-AnmeldungNewsletter
Image
Bild: CASNews Media / Nils Bettinger

Eintrittspreise für Castroper Bäder steigen – Ausschuss beschließt Änderung einstimmig

Moderate Erhöhung nach 14 Jahren – kleine Debatte über Einnahmen, Zustimmung im Ausschuss

Vorlesen
Text:
Werbung

Die Eintrittspreise für die städtischen Bäder in Castrop-Rauxel sollen ab dem 1. Juni 2026 moderat steigen. Der Betriebsausschuss 3 (Planen, Bauen und Wohnen) hat die entsprechende Verwaltungsvorlage zur Änderung der Bäderentgeltordnung am Donnerstagabend einstimmig beschlossen. Die abschließende Entscheidung trifft der Rat der Stadt am 26. März.


Hintergrund der Vorlage sind deutlich gestiegene Betriebskosten, insbesondere bei Energie und Betriebsmitteln. Die bisherigen Eintrittspreise stammen noch aus dem Jahr 2012 und wurden seitdem nicht erhöht. Mit der Anpassung sollen die Mehrkosten zumindest teilweise aufgefangen werden.


Nach der Verwaltungsvorlage sollen Erwachsene künftig für den Einzeleintritt 4,00 Euro statt bisher 3,50 Euro zahlen, Kinder und Jugendliche 2,00 Euro statt 1,50 Euro. Auch weitere Tarife – etwa für Frühschwimmer oder Schwerbehinderte – werden angepasst. Gleichzeitig sollen Preise stärker auf glatte Eurobeträge umgestellt werden, um den Umgang mit Kleingeld zu erleichtern.


Nach Berechnungen der Verwaltung werden durch die Erhöhung Mehreinnahmen von rund 21.000 Euro im Jahr 2026 erwartet, sofern die Besucherzahlen in etwa auf dem Niveau der Vorjahre bleiben.


Zusätzlich zur Verwaltungsvorlage lag dem Ausschuss ein Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion vor. Darin fordert die SPD unter anderem, im Hallenbad mittwochs und freitags in der Zeit von 19.30 bis 21.30 Uhr einen vergünstigten Spätschwimmer-Tarif von 3,50 Euro anzubieten. Außerdem sollen Schüler, Studierende und Bundesfreiwilligendienstleistende unter 25 Jahren in den Kreis der Ermäßigungsberechtigten aufgenommen werden und einen vergünstigten Eintritt von 3 Euro zahlen.


In der Ausschusssitzung entwickelte sich dazu eine kurze Debatte. Timo Eismann (Grüne) fragte, inwieweit die Vorschläge aus dem SPD-Ergänzungsantrag die erwarteten Mehreinnahmen wieder schmälern könnten und ob die Verwaltung dazu bereits Zahlen nennen könne.


Der Ausschussvorsitzende Dr. Oliver Lind (CDU) entgegnete darauf mit einer spürbar süffisanten Bemerkung, die Ermittlung solcher Auswirkungen „in Cent und Euro“ werde vermutlich mehr kosten als das Volumen, das dabei überhaupt berechnet werden könne. Sein Vorschlag lautete stattdessen, nach einem Jahr zu prüfen, wie sich die Einnahmen tatsächlich entwickelt haben. Dies fand im Ausschuss allgemeine Zustimmung.


Am Ende wurde die Verwaltungsvorlage in Verbindung mit dem SPD-Ergänzungsantrag einstimmig beschlossen. Damit geht das Thema nun zur abschließenden Beratung in den Rat der Stadt.


Transparenzhinweis: Der Autor dieses Artikels, Nils Bettinger, ist Mitglied des Rates der Stadt Castrop-Rauxel. An der Sitzung des Betriebsausschusses 3 nahm er jedoch ausschließlich in seiner Funktion als Pressevertreter teil. Die journalistische Berichterstattung erfolgt unabhängig von seiner politischen Tätigkeit.


Newsletter abonnieren - lokal & zuverlässig

Unser kostenloser Newsletter hält Sie täglich über die wichtigsten Nachrichten aus Castrop-Rauxel auf dem Laufenden - direkt ins E-Mail-Postfach.

Jetzt Newsletter abonnieren

  • Quelle(n): CASNews

Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

Castrop-Rauxel im Postfach

Die wichtigsten Lokalnachrichten – kostenlos per Newsletter.

Jetzt anmelden