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Auf der Terrasse des ehemaligen Christophorusheims an der Wartburgstraße kam es am 14. Januar zu der tödlichen Messerattacke. | Bild: CASNews Media / Nina Möhlmeier

Angela R.: Mordanklage

Staatsanwaltschaft: „Vieles spricht dafür, dass in diesem Jahr der Prozess beginnt“

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Angela R. wird wegen Mordes angeklagt. Das bestätigten die Staatsanwaltschaft Dortmund und das Landgericht Dortmund gegenüber CASNews. Das Landgericht Dortmund stelle die Anklageschriften an Angela R. und die Verteidigung zu – es besteht die Möglichkeit zur Stellungnahme. Dann entscheide die Kammer über die Eröffnung des Hauptverfahrens und über die weitere Fortdauer der Untersuchungshaft. Der Termin zur Hauptverhandlung solle binnen sechs Monaten erfolgen. "Es spricht vieles dafür, dass in diesem Jahr der Prozess beginnt“, sagt Oberstaatsanwalt Carsten Dombert.


Angela R. ist 17 Jahre alt, und damit gilt das Jugendstrafrecht. Zuständig ist die Jugendkammer am Landgericht in Dortmund.


Sollte Angela R. schuldig gesprochen werden, könnte die mögliche Haftdauer bei zehn Jahren liegen.


Die 17-Jährige steht unter dringendem Verdacht, den gleichaltrigen Onur am 14. Januar am ehemaligen Christophorusheim an der Wartburgstraße "geplant, ohne rechtfertigenden Grund und heimtückisch" getötet zu haben. Der junge Castrop-Rauxeler starb an einer Stichverletzung im Halsbereich.


Kurz nach der tödlichen Messerattacke wurde Angela R. an ihrer Wohnanschrift in Castrop-Rauxel festgenommen. Am nächsten Tag wurde sie aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Trotz offenbar mehrerer widersprüchlicher Angaben zum Tatgeschehen, habe man nicht ausschließen können, „dass sie sich in Notwehr gegen einen sexuellen Übergriff des 17-Jährigen verteidigt hatte.“


Im Laufe der weiteren Ermittlungen hätten sich jedoch konkrete Hinweise auf eine geplante Tat ergeben. Am 23. Januar wurde ein Haftbefehl wegen dringenden Mordverdachts gegen Angela R. erlassen. Zu diesem Zeitpunkt war sie jedoch bereits untergetaucht. Am 19. Juni wurde sie in Litauen festgenommen und rund drei Wochen später nach Deutschland ausgeliefert. Am 9. Juli wurde Angela R. der bereits bestehende Haftbefehl verkündet. Anschließend wurde sie in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Dort wartet sie nun auf den Prozess.


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  • Quelle(n):

Autor

Nina Möhlmeier

Nina Möhlmeier

Freie Mitarbeiterin

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